Nutzen der Transaktionssteuer

Ein wichtiger Punkt für die Globalisierungskritiker sind die Einnahmen. Die Einnahmen bei einem Steuersatz von 0,01% aus einer EU-Einführung würden 38 Mrd. $ bringen – bei einer internationalen Einführung ungefähr 125 Mrd. $ Erträge erreichen. Diese Steuern könnten von einer internationalen Organisation wie der UNO erhoben werden. Außerdem kann die UNO die Steuern selbst für Finanzierungszwecke einzusetzen. Es wird auch diskutiert, ob es nicht sinnvoll wäre, die Steuern über die Weltbank zur Entwicklungshilfe oder für Maßnahmen zum Umweltschutz zu nutzen.15

CFD-Trading: Chancen und Risiken

Differenzkontrakte sind ein lukrative als Alternative zu Festverzinsung und Basiswerten. Gerade in Zeiten von Niedrigzinspolitik und unsicheren Entwicklungen der Werte und Indizes auf Finanzmärkten cfdist es für viele Anleger reizvoll, mit Derivaten die Märkte zu überlisten. Die junge Anlageform der CFDs angeboten durch CMC Markets verspricht kurzfristig enorme Gewinne birgt aber auch Risiken.

Definition und Allgemeines
Als spezielle Form von Total Return Swaps werden mit CFDs oder Differenzkontrakten nicht etwa Basiswerte gehandelt, sondern alleine deren „Differenzen“, das heißt Wertentwicklungen. Bezogen kann dies auf Wertpapiere, Devisen oder Indizes sein. CFD-Trader hebeln ihren Einsatz meist mit Krediten, so dass Gewinnmöglichkeiten aber auch Verlustrisiko erheblich anwachsen.

Chancen
CFD-Handel ist unabhängig von Hausse oder Baisse: Trader können mit steigenden wie fallenden Kursen gleichermaßen Gewinne einfahren. Somit ist der Handel flexibel und kann jeden Trend auf Finanzmärkten nutzen oder kurzfristig überwinden.
Der Umgang mit Differenzkontrakten ermöglicht zudem den Handel mit Margins (Sicherheitsleistungen) und gestattet die Nutzung großer Hebel. Da keine Basiswerte gekauft werden, genügt die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung, die nur einem kleinen Anteil des Basiswertes entspricht (1% beim DAX). Dadurch ist weniger Kapital in bestimmte Handelspositionen gebunden als beim direkten Basiswerthandel. Die Kapitalmenge, die hier bewegt werden kann, ist hingegen erheblich größer.

Risiken
Das wichtigste Risiko liegt gerade in dieser großen Hebelwirkung, die bei Fehleinschätzung der Wertentwicklung in die umgekehrte Richtung führen und mehr als das eingesetzte Kapital vernichten kann. Die kleinen Margins veranlassen gerade unerfahrene Trader zu hohen Risiken, um mit geringem Einsatz große Summen zu bewegen. Als nachteilig hervorzuheben sind zudem die fehlenden Stimmrechte der Händler von Differenzkontrakten. Sie sind keine Aktionäre und somit steht ihnen auch auf Hauptversammlungen kein Mitspracherecht zu, womit sie keinen Einfluss auf die Entwicklung der zugrundeliegenden Basiswerte nehmen können und ganz den Märkten unterliegen.

1. Bestimmungsfaktoren der Zinsbildung auf dem Finanzmarkt

Der Finanzmarkt besteht aus 4 Märkten:
Geldmarkt: (nur MFIs) Kreditmarkt: (Banken, UN, Haushalte, nicht EZB)
Nachfrage:
– Zentralbankgeldbedarf der Banken
– Refinanzierungsmöglichkeit der Banken bei der Notenbank Nachfrage:
– Finanzplanung der öffentlichen Haushalte
– Investitionspläne der Unternehmen
– Konsumneigungen der Verbraucher

Angebot:
– Liquidität des Bankensystems
– Anlagemöglichkeit des Bankensystems Angebot:
– Kreditvergabe Spielraum der Banken
– Bonität der Kreditnehmer
– Verwendbarkeit von Schuldnerpapieren für die Refinanzierung der Banken bei der Notenbank

Einlagenmarkt: (Haushalte bei der Bank)
Nachfrage:
– Kassenhaltung der Nichtbanken
– Rendite von Sachinvestitionen Kapitalmarkt: (UN, Bank, Staat)
Nachfrage:
– Finanzplan der öffentlichen Haushalte (Staat)
– Investitionspläne der Unternehmen
– Refinanzierungsbedarf der Banken
Angebot:
– Refinanzierungsbedarf der Banken
Angebot:
– Kassenhaltung der Nichtbanken
– Rendite von Sachinvestitionen
– Kreditvergabespielraum der Banken
– Bonität der Kreditnehmer

1. Internationale Währungsfond (IWF)

Entstehung:
Der IWF entstand 1945. Er geht auf die Währungs- und Finanzkonferenz in Bretton Woods zurück.

Aufgabe:
Die Errichtung von einer Währungsordnung, die auf festen Wechselkursen beruht. Alle Mitglieder haben sich an die Regeln zu halten und müssen in enger Zusammenarbeit die Frage der internationalen Währungspolitik klären und sind des zwischenstaatlichen Zahlungsverkehrs verpflichtet.

Ablauf:
Jedes Mitgliedsland muss Zahlungen an den Fond gemäß einer festgelegten Quote leisten. Nach der Höhe der Quote richten sich die Stimmrechte sowie die Kreditfazilitäten, d.h. die Inanspruchnahme der finanziellen Mittel. Die offizielle Währungseinheit sind die Sonderziehungsrechte (SRZ), ein Währungskorb, der sich aus Euro, US-Dollar, Yen und Pfund zusammensetzt. Hat ein Mitglied Zahlungsbilanzschwierigkeiten, so kann es über den IWF Devisenkredite zu einem bestimmten Zins aufnehmen, die in SRZ ausgezahlt werden. IWF Kredite sind jedoch mit bestimmten wirtschaftspolitischen Auflagen verbunden, z.B. Kürzung von Staatsausgaben, Antiinflationspolitik.

Ziele:
1. Abbau von Devisenbeschränkungen
2. Herstellung von Konvertibilität (ungehindert in andere Wechselkurse frei wechseln)
3. Verhinderung von weltweiten Liquiditätsmängeln (Förderung des Welthandels)
4. Gewährung finanzieller Hilfen im Falle von Zahlungsbilanzschwierigkeiten und die Überwachung der nationalen Wechselpolitiken

Bei festen Wechselkursen muss die Bilanz ausgeglichen werden, d.h. es fehlt Geld. Die Mitgliedsstaaten leihen sich dieses Geld beim IWF aus dem Währungskorb (SZR).

2. Devisengeschäfte (Definitionen)

2.1 Sorten vs. Devisen

Sorten
Ausländische Noten und Münzen (= ausländische Barzahlungsmittel)

Devisen
Nicht bare Forderungen (Sichtguthaben, Schecks, Wechsel) in fremder Währung

2.2 Der Devisenmarkt und wichtige Definitionen

Devisenmarkt
Fremde Währungen werden auf dem Devisenmarkt gehandelt. Hier geht es um Guthaben bei ausländischen Banken. Der Handel findet über Angebot und Nachfrage statt, nach der sich auch der Wert einer Währung richtet. Vorraussetzung für den Devisenhandel ist Konvertibilität.
Konvertibilität
Möglichkeit, die eigene Währung ungehindert und frei in fremde Währung zum allgemein gültigen Wechselkurs umzutauschen (Beispiel: Euro)

Wechselkurs
Preis für 1 bestimmte Menge einer Währung ausgedrückt in einer anderen Währung
(z.B. 1€ = 1,3009 US-$)

Kassakurs:
Bezeichnung der aktuellen Kurse am Kassamarkt. Kassakurs wird festgelegt von 16 Banken und Reuters. Dieser Zusammenschluss nennt sich Eurofix.

Geldkurs (Kaufkurs)
Kurs, zu den Banken ankaufen (Interbankenkurs)

Briefkurs (Verkaufskurs)
Kurs, zu den Banken verkaufen (Interbankenkurs). Zwischen Geldkurs und Briefkurs gibt es eine minimale Differenz. Mit dieser werden anfallende Kosten gedeckt und Gewinne erzielt.

EZB-Referenzkurs
Der Referenzkurs ist eine Verrechnungseinheit. Es ist kein tatsächlich gehandelter Kurs, sondern eine Rechengröße aus Durchschnittswerten. Diese spiegelt fast exakt die Lage am Devisenmarkt zu diesem Zeitpunkt wieder. Der Referenzkurs wird für volkswirtschaftliche Untersuchungen verwendet.

(Devisen-)Kassageschäft
Dies ist der Normalfall. Hier wird der Vertrag, die Bezahlung und die Lieferung quasi zeitgleich abgeschlossen (Unmittelbarer Kauf oder Verkauf = Spot). Die Wechselkurse, die dafür gelten, bezeichnet man als Devisenkassakurse und die entsprechende Transaktion lautet Devisenkassageschäft. Die Bearbeitungszeit liegt bei 2 Tagen.

Termingeschäft/-kurs (Future)
Bei Devisengeschäften wird manchmal ein späterer Abrechnungstag vereinbart. Die Wechselkurse, die für solche Transaktionen gelten, nennt man Devisenterminkurse. Also eine Anschaffung zu einem späteren Zeitpunkt bei bereits jetzt festgelegtem Kurs.

Swap-Satz
Differenz zwischen dem Kassakurs und den Terminkurs

Devisen Swap-Geschäfte
Bei einem Devisenswap wird der Kassakauf einer Währung mit dem Rückkauf zu einem späteren Termin, also einen Terminkauf verknüpft (der Kurs ist fix; kein Wechselkursrisiko).

Options
Ein bedingtes, asymmetrisches Termingeschäft. Es kommt zu einem Vertrag plus Option. Jetzt kann man zu einem bestimmten späteren Zeitpunkt die Devisen an- oder verkaufen, man muss es jedoch nicht.

Cross-Rates
Ist der Kurs, der sich beim Tausch von zwei Währungen ergibt, die in dem Land, in dem dieser Handel stattfindet, Fremdwährungen sind
Beispiel: Es ist nicht möglich, direkt Euro gegen Yin zu tauschen, ohne über den Dollar zu gehen.

Vehikelwährungen
Tausch von zwei Währungen über eine dritte Währung. Transaktionen lassen sich so leichter abschließen und große Kursschwankungen bei Großgeschäften vermeiden, da viele Währungen nur einen sehr kleinen Markt haben. Vehikel-Währung ist oftmals der US-$.

Floating (freie Wechselkurse)
Bildung von frei schwankenden Wechselkursen (freie Wechselkurse beim unkontrollierten Floating). Beim kontrollierten Floating wird der Kurs gelegentlich von der Zentralbank interveniert. Es findet ein Eingriff statt.

Currency Board
Wechselkurse, die durch das Gesetz festgelegt sind.

Banken Euro-FX
Kursname für die tägliche Ermittlung von Referenzkursen der wichtigsten internationalen Währungen gegenüber dem Euro.

Handelsbilanz
Die Handelsbilanz ist eine Gegenüberstallung von Importierten und Exportierten Gütern eines Landes. In einer aktiven Handelsbilanz übersteigt der Wert der exportierten Waren den der importierten Waren.
Eine Handelsbilanz wird in Warengruppen oder Ländern gegliedert.

2.3 Europäisches Währungssystem

EWS 1 (Europäisches Währungssystem)
Ein regionales Wechselkurssystem mit festen Leitkursen, in der sich im Jahr 1979 die meisten EG-Länder zusammenschlossen. Sie vereinbarten untereinander feste Leitkurse mit engen Bandbreiten nach oben und unten (Interventionskurse). Das Ziel war es, ein Währungssystem zu schaffen, das zu einer größeren inneren und äußeren Stabilität in den Mitgliedsstaaten führt bei festen, aber anpassungsfähigen Wechselkursen (bis 1999). Im Falle des Erreichens der Interventionspunkte der teilnehmenden Währungen sollte es wechselkursstabilisierende Maßnahmen wie Zinspolitische Maßnahmen geben.

EWS 2
Nach Ende der EWS1 trat das EWS 2 in kraft. Ziel des EWS 2 ist es, die neuen Euro-Länder über eine Währungsanbindung an den Euro an die EWU heranzuführen. Das EWS 2 ist wesentlich flexibler angelegt als das früherer EWS 1. Im neuen Wechselkursmechanismus werden die Leitkurse nicht mehr bilateral, sondern nur noch gegenüber dem Euro festgelegt. Der Euro gilt somit als „Leitwährung“. Die Standartbandbreiten sind normalerweise zwischen dem Euro und einzelnen nationalen Währungen breit (max. 15%). Übermäßige Wechselkursverzerrungen und –schwankungen sollen vermieden werden.